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dg77@absatz1

ein gesellschaftliches (marmeladen-)problem?

Unter der Bezeichnung Marmelade dürfen nur noch Brotaufstriche aus Zitrusfrüchten verkauft werden – beispielsweise die traditionelle Old English Marmelade. Als Gelee sind Brotaufstriche zu bezeichnen, bei deren Herstellung keine ganzen Früchte, sondern Fruchtsaft verwendet wird. Als Konfitüre wiederum wird eine auf die geeignete gelierte Konsistenz gebrachte Mischung von Zuckerarten, Pülpe oder Fruchtmark einer oder mehrerer Fruchtsorte(n) und Wasser bezeichnet. Wobei der allgemeine Fruchtgehalt (bei manchen Fruchtsorten gibt es Ausnahmen) mindestens 350g je 1000g betragen muss. Zudem gilt, dass die lösliche Trockenmasse (u. a. Zucker!) min­des­tens 60% betragen muss. Neben dieser gibt es noch die Konfitüre extra, bei der ein allgemeiner Fruchtgehalt von mind. 450g je 1000g vorgeschrieben ist. Zur Gruppe der Cremes gehören Auf­striche, zu deren Bindung Stärke anstelle von Pektin verwendet wird. Der Fruchtaufstrich wie­de­rum ist ein Brotaufstrich aus Zucker und eingekochten Früchten, der nicht in eine der vorher genannten Kategorien fällt.

p.s.: um die verwirrung zu komplettieren, gibt es in deutschland noch folgende ausnahme: auf oertlichen maerkten an endverbraucher (z. B. bauernmaerkte) darf die bezeichnung marmelade weiterhin verwendet werden.

und jetzt wisst ihr, wie buerokratie & neoliberalismus siegen: ein sich selbst verwaltendes und zeitgleich bis zum exzess durchdringendes system, das den einzelnen ueberfordert, ihn zur egalitaet zwingt und parallel die masse steuert.  wie im alten rom und jeder hochkultur vor uns marschieren wir weiter ohne das ende zu sehen.

2 saetze

ich kann zwei aussagen von mensch nicht mehr hoeren:

“ich will keinem vorschreiben, wie er zu leben hat” und “ich bin bestimmt kein weltverbesserer”.

beide saetze gehoeren zum tagtaeglichen allgemeingut in unserer gesellschaft und nach beiden saetzen fuehlt sich der sprecher sicher, in einer guten gespraechsrolle und / oder sogar ueberlegen. das haengt mit den grundsaetzlichen fehlentwicklungen zusammen, die unsere gesellschaft jeden tag ein stueck weiter geht. fangen wir einfach einmal hinten an: “ich bin bestimmt kein weltverbesser”. bitte? Continue reading

suppe

ende juli. die letzten tage waren anstrengend. ein (un-)bestaendiger wetterwechsel, 32 grad und 18 grad. geblieben sind die schwuele und die arbeitsbelastung. gestern streikte der koerper kurz, entzog mir die kontrolle und setzte auf notstrom. heute gehts wieder einigermassen, aber die sache mit dem wetter tut ihr uebriges.  Continue reading

ode an ginger

du magst wach sein, doch du wartest. geduldig, geduldig bis ich selbst aufwache. du freust dich, dass ein neuer tag beginnt, zeigst die lebensfreude, wedelst und schnaubst mich an, deine ohren unbeschreiblich ins aeussere gedreht. so beginnt auch mein tag, jeder tag eine neue begruessung zum leben. meine eigene begruessung freut dich umso mehr, wohl wissend, dass erneutes warten angesagt ist – wenn auch nur kurz. Continue reading

wann kommt der urlaub?

moin zusammen. kurz geschlafen, dafuer ein recht harmloser nachtdienst. nach wochen habe ich mal wieder zwei tage frei und ginger freut sich ueber meine gegenwart. da bleibt heute gerade noch zeit, sich bei einer tasse tee mit den unmoeglichkeiten der welt und erfreulicherem zu beschaeftigen. letzteres findet sich in gedanken an den letzten urlaub vor 6 wochen und dem ausblick auf den naechsten urlaub – urlaubsreif waere da wohl der korrekte ausdruck. da ich aber nicht weiss, ob ich euch die bilder des letzten urlaubes schon habe zukommen lassen, reiche ich euch das hier einfach mal nach:

fotos kent mai 2014 Continue reading

food fotos

neu sortiert und oeffentlich sichtbar auf google+

 

sommer 2014 ist da

der sommer ist da undmit ihm in kuerzester zeit die fuer diese gegend unertraegliche wand aus schwueler hitze. in stunden schraubt sich das thermometer auf 38 grad und selbst im 3 grad kuehleren gaiberg zwingt einen die schwere des tages hinter verschlossene fenster und dunkelheit gebende rollaeden. obgleich in mir selbst zur zeit wieder energie erwacht, ich den von mir allseits bekannten vielfrontenkrieg erneut in empfang nehme und selbst befeuere, komme ich nicht umhin, der witterung tribut zu zollen. mein koerper verlangt nach ruhe, doch kann nur schwer erholung finden – allseits bekannt ist mein organismus nicht fuer diese temperaturen gemacht, weiter noerdlich fuehlt sichs wohler an. Continue reading

wahl

sonntagnachmittag, 18 grad und leicht bedeckt. ein entspannter sonntag mit natascha und ginger. die ersten arbeitstage liegen ebenso hinter mir wie meine orthopaedische diagnose bezueglich meiner wirbesaeule. es ging nichts mehr und zur zeit nicht sehr viel. aussicht auf besserung im naechsten halben jahrhundert nicht gegeben – das leiden verringern, das joch akzeptieren.  Continue reading

update für mai 14

der mai neigt sich bereits wieder dem ende entgegen. gerade kam ich aus meinem kurzurlaub bei sue & andrew zurueck, da musste ich auch schon wieder zum arzt. der verdacht auf bandscheibenvorfall bestaetigte sich heute zum glueck nicht – dafuer sieht meine unterste scheibe aus wie die eines 60jaehrigen. auch nicht schlecht. zumindest erklaert das, woher die schmerzen kommen. im halswirbelbereich hab ich mir eine stauchung ersten grades zugezogen. kein wunder, bei dem knall, den ich im treppenhaus von tappington hingelegt hab – allein, dass der tuerholm noch steht scheint der geschichte geschuldet.

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april 2014

quo vadis. feststellung und frage zugleich. demnaechst beginnen die bewerbungsphasen fuer meine gewuenschten aufbaustudiengaenge und ich hoffe, dass ich dort einen der begehrten plaetze ergattern kann. meine chancen kann ich nicht einschaetzen, ein schuss ins blaue sozusagen. in solchen wettbewerben sah ich bisher stets mehr chance als risiko.  Continue reading

man muss es nur endlich wollen

ein fleischfreier tag in der kantine wird vom grossteil der menschen in diesem land als “totalitaer” bezeichnet. man wolle sich nicht vorschreiben lassen, was man zu essen habe und ausserdem sei das fleisch hier traditionell verankert.
ja, wir haben richtig gehoert. “traditionell verankert”. seit wann? und wie definieren wir traditionell? vor 50 jahren waere es undenkbar und unerschwinglich gewesen, jeden tag fleisch zu essen. in den letzten 15 jahren erst haben wir den fleischkonsum verdoppelt in deutschland. das ist traditionell? gut, ich schicks dem duden zur neudefinierung. tatsache ist, dass wir keinen respekt mehr vor leben haben. niemand denkt mehr ueber irgendetwas nach, man (wird) beschaeftigt sich mit dem dem, was einem an possen in der tagesschau serviert wird und geht ueber die nachricht, dass die erderwaermung langsam unumkehrbar wird, einfach hinweg. schliesslich koenne man ja selbst nichts aendern, das ist eben so. man zeigt dann gern mit dem finger auf die anderen und vergisst, dass es unsere gesellschaft war, die alle anderen ueberhaupt erst dazu angestiftet hat. wohlfeil und verlogen nennt man sowas. duemmlich nenne ich das. Continue reading

1st pimm’s day 2014

passt der titel? ich weiss nicht so recht. die abstaende der eintraege bleiben groesser, was nicht an meiner lust am schreiben liegt. es liegt an der leere, an meinem zustand. ich bin leer, ausgebrannt, laufe auf notstrom. und zwar nicht in der form, wie man das kurz vor einem erholungsurlaub kennt. nein, weit darueber hinaus. die letzte wirkliche erholungsphase liegt 19 monate zurueck. dazwischen lag eine bachelor-arbeit, abschlusspruefungen, ein kaltstart auf neuer arbeitsstelle, ein hauskauf, ein kompletter hausumbau, eine weitere neue arbeitsstelle mit neuer position, ein neuer chef, die feststellung, dass der neue chef eine pfeife ist und den ganze hauptwaschgang in diesem procedere und zu guter letzt dann noch eine ungerechtfertigte ohrfeige der oberen herren, die im elfenbeinturm in der glaskugel die realitaet beurteilen moechten. was folgt ist wieder ein neuanfang – diesmal in schwetzingen. und meine leere, meine ausgebranntheit. mein akku ist leer, fuehle mich zerrieben in den muehlsteinen der herrschaftlichkeit und verurteile das system an sich, schuette das kind gerne mit dem bade aus. das system versagte einmal mehr komplett heute frueh – doch davon will ich hier nicht berichten. mir fehlt selbst die musse, mich um die politik zu kuemmern, brauche doppelt und dreifach zeit, um mich zu erholen. fuehle mich wie ein abziehbild, eine karikatur zuweilen. mein koerper geht zur zeit bei winzigen widerstaenden in die knie. Continue reading

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