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gb 2014 – fotos

hier der link zu den bildern – ich hoffe, das hat so geklappt…

ein “nein” im nebel

das morgendliche quiraing wurde verschoben. stattdessen sind wir weiter richtung dunvegang gefahren, um uns endlich mal den korallenstrand dort anzuschauen. ein wirklich lohnenswerter ausflug, die bilder werden euch vom hocker hauen. allein, dass es hier oben sowas gibt? ein echter knaller. nachmittags war kueche angesagt, da ich uns allen fuer abends eine lammschulter versprochen hatte. Continue reading

skye

was war da mit planaenderung? achja. es ergab sich noch eine. unsere landlords machten uns das angebot, unsere erholungsphase in shielfoot kostenlos um einen tag zu verlaengern. das angebot war zu gut und die applecross-halbinsel musste dran glauben. Continue reading

planaenderung

wieder einmal aendern wir kurzfristig unsern plan zu ungunsten des glencoe. das ganze ist aber drei einfachen argumenten geschuldet: einerseits liegt glencoe – entgegen urspruenglicher erwartung – nicht gerade in schlagdistanz. zweitens wuerde sich somit unsere tagesfahrtzeit erheblich erhoehen und drittens haben wir einfach viel mehr bock endlich nach skye zu kommen. der kurze weg wird uns morgen frueh ueber mallaig nach armadale fuehren, dort ein kurzer abstecher ueber sleat und wieder aufs festland. ueber plockton nach lochcarran, dort fuer eine nacht im b&b und anderntags endlich die ersehnte woche auf skye beginnen. glencoe wird uns als mittagspause dienen (muessen) auf der rueckfahrt von skye, die uns letzten endes nach ayrshire fuehren wird.

was heute noch war? hmmm. ausschlafen, essen, ein kleines (aber feines) ruinchen in der naehe besichtigen, zurueckkommen und essen, drei glaeser whisky und packen. damit hat sich der aufenthalt auf dieser halbinsel eigentlich erledigt. fazit fuer jemanden, der schottland zwischenzeitlich sehr gut kennt: ganz nett, aber mehr auch nicht. die hier extrem schwache verkehrsinfrastruktur bedingen lange bis ewige anfahrtswege zu sehenswuerdigkeiten, die es anderswo auch gibt und besser erreichbar sind. alles in allem kein reinfall, aber schlichtweg kein gutes verhaeltnis von engagement zu ertrag in diesem zipfel. dafuer sind wir ganz gut ausgeschlafen und meine augenringe gingen auch (ganz) leicht zurueck. der hoehepunkt der reise liegt erst noch vor uns und wir freuen uns wie bolle auf skye! vielleicht haben wir morgen abend ja wieder nen halbwegs tragbaren zugang zum netz, dann kann ich die zeilen hier auch hochjagen; an fotos ist zur zeit nicht zu denken. sorry.

 

mund abputzen

peter ist mathelehrer an der secondary school in keith. desweiteren ist er strikter befuerworter der schottischen eigenstaendigkeit und wird defintiv mit “yes” stimmen. er ist in zweiter ehe verheiratet und wohnt in spey bay, etwa 200m luftlinie vom scottish dolphin centre weg. und er ist der besitzer von “the rest”, diesem wunderbaren kleinen b&b an der schottischen nordkueste, in dem wir fuer eine nacht unterkamen. peter betrank sich mit uns zum fussballspiel mit wein und talisker. er musste morgens frueh raus und hatte tiersiche kopfschmerzen – das lag wohl an den drinks, die er schon vorher zu sich genommen hatte. an wein und whisky lags wohl nicht, denn uns gings gut. deutschland gewann 2-1, wir diskutierten ueber europaeische politik und hatten einen fantastischen abend. im naechsten jahr wollte er ins elsass fahren; mal sehen, ob er unsrer einladung folgen wird.

tags drauf bekamen wir einmal mehr ein full scottish zum fruehstueck – wirklich toll zubereitet und danach gings ab on the road. unser weg fuehrte uns am rande der cairngorms entlang und – natuerlich – an weiteren destillerien vorbei. glenlivet war dabei, der naddura wurde zu einem guten preis eingepackt und weiter richtung westen. hatten wir morgens an der nordkueste noch einstellige temperaturen, so naeherte sich die nadel im westen wieder der 20er marke. eine tolle strecke von elgin ueber newtonmore nach fort william. einkaufen und ab ueber die corran-ferry auf die unausprechliche halbinsel. dort braucht man fuer 25 meilen eine gute stunde und ist wirklich von allem abgeschnitten, ebenso vom mobilfunknetz oder sonstigen zivilsatorischen gepflogenheiten, wie wir an der notrufnummerntafel in unserer huette lesen konnten: egal, welche einrichtung auch immer (zahnarzt, krankenhaus, tierarzt, feuerwehr) – alles ist rund 2 autostunden entfernt und insofern lautet die devise: “besser nix passieren lassen”. einzig die polizei, die braeuchte nur ne gute stunde, bestenfalls.

unser cottage liegt an der suedwestmuendung des loch shiel in shielfoot, ca 2km westlich von acharacle. abgeschnitten am ende der welt – einsamkeit pur. wirklich nicht schlecht hier, die huette ist neu und gut ausgestattet. man liegt genau zwischen allen sehenswerten ecken der halbinsel – nur aber eben leider nur dazwischen und nicht direkt dran. egal, was man unternehmen moechte: eine gute stunde autofahrt sollte eingeplant werden. einfach, versteht sich. selbst fuer schottland-liebhaber und echte kenner der nordwestlichen highlands sind die strassenzustaende hier eine echte herausforderung und insofern muss ich gestehen, dass die zeit hier der erholung dient, nicht den sehenswuerdigkeiten.

die straende in “reichweite” sind ganz nett und so machten wir auch den “singing sands” unsere aufwartung. am heutigen tag fuehrte unser weg doch noch einmal weiter nach westen, bis nach kilchoan, wo u.a. die faehren nach mull ablegen. hier sind wir an den westlichsten punkten des britischen festlandes angelangt – bei 22 grad und einem neuen sonnenbrand im gepaeck. das kann ich gleich betonen: wir haben hier drueben fantastisches wetter und ich freue mich jetzt schon wie bolle auf die tage auf skye! die tage hier sind gepraegt von (aus-)schlafen, spazierengehen und erholung. insofern bin ich genau am richtigen ort, denn hier kommt nur alle paar stunden mal ein mobilfunknetzchen vorbei und uebermittelt eine email. ansonsten sind wir raus hier drueben. fuer euch vielleicht nicht ganz so toll, denn ihr lest das, wenn wir schon weit in der zukunft sein werden. so be it – dafuer haben wir urlaub.

was es noch neues gibt? die briten haben die gleiche problematik mit der fleischindustrie bei schweinen und gefluegel – erstaunlicherweise nicht beim rind. die groessten britischen rindfarmer haben die idealherdengroesse von 80-120 – und davon gibt es ca. 10.500 auf der insel, die kleineren nicht eingerechnet. es gibt hier also keine rinder-massenhaltung – das deckt sich mit den tatsaechlichen beobeachtungen. und dank der nicht-annexion der zugehoerigen eu-vertraege ist hier auch das schlachthausproblem nicht derart drastisch wie bei uns. mit anderen worten: rindfleisch in und aus grossbritannien unterliegt einem tatsaechlich tausendmal hoeheren qualitaetsstandard, als die besten kuhhirten deutschlands ueberhaupt koennen. eine ursache liegt vermutlich in der bse-krise vor 20 jahren, die eine ganze nation zum umdenken brachte. muss es aber erst zu einer katastrophe kommen, bevor auch schweine und gefluegel artgerecht gehalten werden? und wann wird die katastrophe endlich in zentraleuropa stattfinden? richtig, wahrscheinlich nie. denn ob erlaubt oder nicht, man stopft die tiere einfach von geburt an mit medikamenten voll, bis es zur currywurst wieder rauskommt.

weg von der politik und hinein ins leben. morgen ist ein kleiner ausflug zu einem nahegelegenen castle geplant, den restlichen halbtag werden wir schon rumkriegen;) uebermorgen wird unser weg ueber glencoe nach applecross fuehren, am samstag sind wir dann endlich wieder auf unserer insel skye. eine woche. und dort auch wieder mit empfang – versprochen.

 

p.s.: unsere wegstrecken fuehrten uns – teilweise auch sehr zufaellig – an ganz vielen highlights vorbei. so zun beispiel an der “walker’s”-fabrik, wo wir den shop nutzten, um unsere vorraete an keksen aufzufuellen. ein weiteres war die neu gegruendete destillerie ardnamurchan in glenbeg. dort hat sich der abfueller adelphi verewigt und eine nagelneue destillerie gebaut, die am 25.07.14 eroeffnet wurde. als special edition gab es fuer uns dort eine flasche fascadale 14, die bei highland park auf den ordkneys distilled wurde. ganz ehrlich, ihr muesstet auch alle euer geld in whisky anlegen – die welt waere friedlicher…

 

scotland 2014 – erste tage

richtung norden. unsere reise fuehrte uns kurz bei melrose abbey vorbei, abseits der touristenstroeme nahe dem rugbyfeld genossen wir eine kurze pause nach der schottischen grenze. das wetter lud ein zum bleiben und doch wollten / mussten wir weiter. edinburgh gekonnt umfahren und im jetzt einsetzenden stroemenden regen ueber die forth bridge richtung pitlochry. dort ohne umwege zur edradour distillery, wo wir dieses mal die fuehrung mitmachten. ganz nebenbei wurde im shop die ein oder andere seltenheit erstanden, dazu ein paar kleinigkeiten und weg war die kohle. ein kleiner spaziergang entlang des black spout und wieder zurueck ins touristendoerfchen pitlochry, in dem der altersschnitt doch recht hoch ist. Continue reading

northumberland

was gibt es zu sagen am tag vor der abreise richtung schottland? naja, vielleicht zuallererst, dass wir definitiv eine der besten unterkuenfte ever gefunden hatten im “three wheat heads” in thropton. der gestrige tag stand auch ganz im sinne unserer unterkunft: bei herrlichen temperaturen um die 20 grad und einen ausblick auf simonside ridge verbrachten wir den tag im garten des “three wheat heads” und entspannten uns maximal bei essen, trinken, sonne und sonnenbrand. dass nebenbei auch noch einige kleinigkeiten abgearbeitet werden konnten, war des grossartigen tages kroenung. Continue reading

urlaub 2014

die ersten tage vergingen wie im flug. nataschas zeit in london war mehr als erfolgreich. in patricks bescheidener huette eine geraeumige gaeste-etage und jeden tag in londons city arbeiten – was fuer andere traumhaft klingt war wohl tatsaechlich im endeffekt sowohl stressig wie arbeitsintensiv. Continue reading

ein gesellschaftliches (marmeladen-)problem?

Unter der Bezeichnung Marmelade dürfen nur noch Brotaufstriche aus Zitrusfrüchten verkauft werden – beispielsweise die traditionelle Old English Marmelade. Als Gelee sind Brotaufstriche zu bezeichnen, bei deren Herstellung keine ganzen Früchte, sondern Fruchtsaft verwendet wird. Als Konfitüre wiederum wird eine auf die geeignete gelierte Konsistenz gebrachte Mischung von Zuckerarten, Pülpe oder Fruchtmark einer oder mehrerer Fruchtsorte(n) und Wasser bezeichnet. Wobei der allgemeine Fruchtgehalt (bei manchen Fruchtsorten gibt es Ausnahmen) mindestens 350g je 1000g betragen muss. Zudem gilt, dass die lösliche Trockenmasse (u. a. Zucker!) min­des­tens 60% betragen muss. Neben dieser gibt es noch die Konfitüre extra, bei der ein allgemeiner Fruchtgehalt von mind. 450g je 1000g vorgeschrieben ist. Zur Gruppe der Cremes gehören Auf­striche, zu deren Bindung Stärke anstelle von Pektin verwendet wird. Der Fruchtaufstrich wie­de­rum ist ein Brotaufstrich aus Zucker und eingekochten Früchten, der nicht in eine der vorher genannten Kategorien fällt.

p.s.: um die verwirrung zu komplettieren, gibt es in deutschland noch folgende ausnahme: auf oertlichen maerkten an endverbraucher (z. B. bauernmaerkte) darf die bezeichnung marmelade weiterhin verwendet werden.

und jetzt wisst ihr, wie buerokratie & neoliberalismus siegen: ein sich selbst verwaltendes und zeitgleich bis zum exzess durchdringendes system, das den einzelnen ueberfordert, ihn zur egalitaet zwingt und parallel die masse steuert.  wie im alten rom und jeder hochkultur vor uns marschieren wir weiter ohne das ende zu sehen.

2 saetze

ich kann zwei aussagen von mensch nicht mehr hoeren:

“ich will keinem vorschreiben, wie er zu leben hat” und “ich bin bestimmt kein weltverbesserer”.

beide saetze gehoeren zum tagtaeglichen allgemeingut in unserer gesellschaft und nach beiden saetzen fuehlt sich der sprecher sicher, in einer guten gespraechsrolle und / oder sogar ueberlegen. das haengt mit den grundsaetzlichen fehlentwicklungen zusammen, die unsere gesellschaft jeden tag ein stueck weiter geht. fangen wir einfach einmal hinten an: “ich bin bestimmt kein weltverbesser”. bitte? Continue reading

suppe

ende juli. die letzten tage waren anstrengend. ein (un-)bestaendiger wetterwechsel, 32 grad und 18 grad. geblieben sind die schwuele und die arbeitsbelastung. gestern streikte der koerper kurz, entzog mir die kontrolle und setzte auf notstrom. heute gehts wieder einigermassen, aber die sache mit dem wetter tut ihr uebriges.  Continue reading

ode an ginger

du magst wach sein, doch du wartest. geduldig, geduldig bis ich selbst aufwache. du freust dich, dass ein neuer tag beginnt, zeigst die lebensfreude, wedelst und schnaubst mich an, deine ohren unbeschreiblich ins aeussere gedreht. so beginnt auch mein tag, jeder tag eine neue begruessung zum leben. meine eigene begruessung freut dich umso mehr, wohl wissend, dass erneutes warten angesagt ist – wenn auch nur kurz. Continue reading

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